Wie der Instagram-Algorithmus funktioniert
Es gibt nicht den einen Algorithmus, sondern mehrere: für den Feed, für Reels, für Stories und für die Entdecken-Seite. Welche Signale jeweils zählen und was das für dich und für gekaufte Zahlen bedeutet.
Mehrere Sortierungen, ein Prinzip
Instagram sortiert jeden Bereich der App getrennt. Das gemeinsame Prinzip: Die App schätzt für jeden Inhalt, wie wahrscheinlich du etwas damit tust, also anschaust, likest, speicherst, teilst, kommentierst oder auf das Profil tippst. Was die höchste Wahrscheinlichkeit hat, kommt nach oben. Die Followerzahl des Absenders spielt dabei eine viel kleinere Rolle, als viele glauben.
Der Feed
Im Feed siehst du vor allem Beiträge von Konten, denen du folgst. Wichtig sind hier deine bisherige Beziehung zu einem Konto (kommentierst du oft, schaust du Profile an?), wie frisch ein Beitrag ist und wie andere bereits darauf reagiert haben. Für dich als Absender heißt das: Deine eigenen Follower sehen deinen Beitrag umso eher, je mehr sie in der Vergangenheit mit dir interagiert haben.
Reels
Reels werden zu einem großen Teil Menschen gezeigt, die dir noch nicht folgen. Entscheidend ist, ob sie das Video zu Ende schauen, noch einmal abspielen, teilen oder speichern. Ein Reel von einem Konto mit 200 Followern kann so zehntausende Menschen erreichen. Umgekehrt helfen 20.000 Follower wenig, wenn niemand das Video zu Ende schaut.
Stories
Stories gehen fast nur an bestehende Follower, sortiert nach der Nähe zu dir: Wer oft deine Stories ansieht, darauf antwortet oder dir Nachrichten schreibt, sieht sie weiter vorne. Stories sind darum das beste Werkzeug, eine Beziehung zu bestehenden Followern zu pflegen, aber kaum geeignet, neue zu gewinnen.
Entdecken
Die Entdecken-Seite zeigt Inhalte von Konten, denen du nicht folgst, ausgewählt nach dem, womit du dich sonst beschäftigst. Hier zählen vor allem frühe Reaktionen: Wie schnell und wie stark reagieren die ersten Menschen, die einen Beitrag sehen?
Die Signale nach Gewicht
| Signal | Gewicht | Warum |
|---|---|---|
| Geteilt (per Nachricht) | sehr hoch | Jemand empfiehlt dich aktiv weiter |
| Gespeichert | hoch | Der Inhalt ist es wert, wiederzukommen |
| Wiedergabedauer bei Reels | hoch | Zeigt, ob das Video hält, was es verspricht |
| Kommentare | mittel bis hoch | Besonders, wenn daraus ein Gespräch wird |
| Likes | mittel | Ein schneller, schwacher Daumen hoch |
| Followerzahl | gering | Wirkt auf Menschen, kaum auf die Sortierung |
Was gekaufte Follower damit machen
Gekaufte Follower interagieren nicht. Das hat zwei Folgen. Erstens beeindruckt die höhere Zahl Menschen, die dein Profil besuchen, und das ist der Grund, warum viele kaufen. Zweitens werden deine Beiträge an mehr Follower ausgespielt, die nicht reagieren. Bei sehr großen Paketen auf kleinen Konten kann das die Reaktionen pro Ausspielung messbar senken. Darum raten wir zu Paketen, die zur Größe deines Kontos passen, und darum beschreiben wir auf jeder Paketseite die Faustregel.
Likes auf einzelne Beiträge sind ein Sonderfall: Sie verbessern den ersten Eindruck eines Beitrags, sagen dem Algorithmus aber wenig, weil die übrigen Signale fehlen.
Was kleine Konten daraus lernen
- Mach Inhalte, die gespeichert und geteilt werden, nicht nur geliked.
- Nutze Reels, um neue Menschen zu erreichen, und Stories, um die bestehenden zu halten.
- Reagiere schnell auf Kommentare, damit aus einem Kommentar ein Gespräch wird.
- Miss deine Interaktionsrate über Zeit mit dem Engagement-Rechner.